Das Energieversorgungskonzept

Die Evaluation des Energieversorgungskonzepts für die Glattalbahn erfolgte unter Berücksichtigung von politischen, technischen, sicherheitstechnischen, betrieblichen, terminlichen, verfügbarkeitstechnischen und wirtschaftlichen Aspekten. Das Energieversorgungskonzept präsentiert sich heute wie folgt:

  • Acht Gleichrichterstationen sorgen auf der ganzen Strecke der Glattalbahn für eine Stromversorgung, die perfekt auf die Bahn abgestimmt ist.
  • Die Gleichrichterstationen werden ab den Mittelspannungsnetzen von den kommunalen Energieversorgern gespeist.
  • Das Fahrstromnetz der Glattalbahn ist über die Sammelschienen der Streckenschalter elektrisch zusammengeschaltet. Durch diese Auslegung war es möglich, die Ausbauleistungen der Gleichrichterstationen zu optimieren. Gleichzeitig schaffte dies die Voraussetzung dafür, dass die rekuperationsfähigen Cobra-Trams ihre Bremsenergie in ein relativ grosses Fahrstromnetz zurückspeisen können.

Eine ausgeklügelte Fahrleitungsanlage
Das Fahrleitungssystem der Glattalbahn besteht aus der oberirdischen Stadtbahn-Fahrleitung und zwei Feederkabeln in einem Kabelrohrblock, der unter dem Bahntrassee verläuft (sog. Einfach-Fahrleitung).

Die Fahrleitungsanlage ist unterteilt in Fahrleitungssektoren, die in der Regel beidseitig ab den Gleichrichterstationen eingespeist werden. Ausgenommen von dieser zweiseitigen Speisung sind die Fahrleitungsabschnitte der Streckenenden Messe/Hallenstadion, Wendeschlaufe Flughafen Fracht und Wendeschlaufe Bahnhof Stettbach.

Nicht nur funktional, sondern auch aus gestalterischer Sicht präsentiert sich die Fahrleitungsanlage als ein zentrales Puzzleteil der Glattalbahn. Der Fahrleitungsmast wurde für die Glattalbahn neu entwickelt. Er ist in seiner Hauptfunktion einerseits Stützpunkt und Träger der Fahrleitung; gleichzeitig kann er auch Beleuchtungskörper und Verkehrssignale tragen. Dank seinen zahlreichen Wiederholungen trägt der Fahrleitungsmast in einer weiteren Funktion zur visuellen Identität der Glattalbahn bei.