Beispielhaftes Besteller-/Erstellermodell

1998 wurde die Aufgabe zur Projektierung und Realisierung der Glattalbahn an die VBG übertragen. In einem beispielhaften Besteller-/Erstellermodell zogen sich die Auftraggeber der Glattalbahn – die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, vertreten durch den Zürcher Verkehrsverbund ZVV, sowie der Bund, vertreten durch das Bundesamt für Verkehr – auf die nicht delegierbaren Bestelleraufgaben zurück.

Die Erfolgsfaktoren
Das Gelingen der Glattalbahn war auf eine Reihe zentraler Erfolgsfaktoren zurückzuführen.

Auf der operativen Ebene waren es in erster Linie die Menschen: die Architekten, Planer, Ingenieure, Naturwissenschafter, Juristen und die zahlreichen Baufachleute aus den verschiedensten Fachdisziplinen, die sich durch die Interdisziplinarität der gestellten Aufgabe herausgefordert fühlten und die bereit waren, sich der Teamleistung unterzuordnen, sich untereinander zu vernetzen und einander zu unterstützen.

Gesamtschau und Erfolgsfaktoren PfeilGlattalbahn-Haltestelle am Flughafen
(Bild Tres Camenzind)  

Auf der strategischen Ebene waren es einerseits die Auftraggeber der Glattalbahn und andererseits der engagierte Verwaltungsrat der VBG, welche die Gesamtprojektleitung tatkräftig unterstützten.

Daneben war eine adäquate Projektorganisation von entscheidender Bedeutung. Zur zielstrebigen Umsetzung der Vorgaben gehörten eine konsequente, disziplinierte Führung und die strikte Einhaltung der Kosten-, Qualitäts- und Zeitvorgaben.
Der dritte wichtige Erfolgsfaktor ergab sich aus dem Erkenntnisgewinn jeder einzelnen Etappe. Die Projektorganisation Glattalbahn verstand sich als lernende Organisation. Vergangene Prozesse wurden analysiert und überprüft, Bewährtes überführt und integriert und alle künftigen Handlungen in Bezug auf Quantität und Qualität der Leistungen auf eine kontinuierliche Verbesserung ausgerichtet.