Der HOCH.BAU.KASTEN der Glattalbahn

Das Erscheinungsbild der Glattalbahn wird durch die Elemente bestimmt, die über der Stadtebene liegen. Trotz ihres geringen Anteils an der Gesamtinvestition vermitteln sie den Ausdruck und die Corporate Identity der Bahn. Zum einen sind dies Elemente, die den Fahrgästen direkt zugänglich sind, wie Haltestellen und Veloanlagen. Zum anderen sind diese Elemente entlang des Trassees ersichtlich, wie etwa die Kunstbauten oder das Fahrleitungssystem. Diese Elemente wurden zusammen mit der stadträumlichen Betrachtung entwickelt. Sie sind unter dem Dachbegriff respektive der Marke HOCH.BAU.KASTEN zusammengefasst.

Hochbauten PfeilGlattalbahn-Haltestelle Fernsehstudio
(Bild Burri public elements AG)  


Die Kernziele des Designs

Folgende Kernziele wurden zu Beginn der Projektierung definiert:

  • Die Bausteine des HOCH.BAU.KASTEN sollen ein durchgehendes Gestaltungsprinzip aufweisen.
  • Ziel ist eine wiedererkennbare Familiensprache der Elemente des Hochbaus bis ins Detail.
  • Im Zentrum steht die Balance zwischen Investition/Lebenszykluskosten und Ausdruck.

Die Elemente sind aus ihrer Funktion heraus entwickelt worden. Modular, integral und interdisziplinär sind die Schlagwörter, die den Entwicklungsprozess des HOCH.BAU.KASTEN kontinuierlich begleitet haben. Erst der modulare Aufbau und die daraus resultierende industrielle Serienfertigung in hohen Stückzahlen ermöglichten es, hochwertige Details in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu entwickeln. Gleichzeitig erhielt die Glattalbahn so ihr durchgehendes Erscheinungsbild.

Hochbauten PfeilGlattalbahn-Haltestelle Balsberg auf dem
gleichnamigen Viadukt
(Bild Burri public elements AG)  


Kulturelle Leistung und ästhetische Qualität

Die aus den Ansprüchen und Bedürfnissen der Benutzenden abgeleitete Funktionalität der Glattalbahn hat das durchgehende, einheitliche Gestaltungskonzept der bahn- und ingenieurtechnischen Bauwerke geprägt. Deren ästhetische Qualität schaffte Mehrwerte. Sie füllten gestalterische Lücken in den organisch gewachsenen Grenz- und Zwischenräumen. Die Architektur der Glattalbahn umfasst sowohl singuläre Kunstbauten wie auch die repetitiven Elemente entlang der Strecke.
Die Haltestellen wurden als atmosphärisch ansprechende Räume ausgebildet. Ihre grossen «Fenster zur Stadt» wirken dabei als einer der unverkennbaren und identitätsstiftenden Blickfänge der Glattalbahn.