Das Besteller-/Erstellermodell

Nach der Festlegung der strategischen Eckwerte für die Glattalbahn (Richtplaneintrag, Systementscheid und Kostenrahmen) entschied der Kanton Zürich 1997, die weitere Entwicklung des Projekts und dessen Realisierung beim marktverantwortlichen Verkehrsunternehmen VBG zu bestellen.

Als Besteller der Glattalbahn wirkten der Bund, vertreten durch das Bundesamt für Verkehr, sowie der Kanton Zürich, vertreten durch den Zürcher Verkehrsverbund ZVV. Dieser vertrat den Kanton und nahm dessen Aufgaben als Auftraggeber wahr.

Organisation
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Die VBG – als marktverantwortliches Unternehmen für den öffentlichen Nahverkehr in der Region – hatte die Funktion des Erstellers und leitete das Projekt als Ganzes.

Die Standortgemeinden, die Eigentümer und Betreiber bestehender Verkehrsanlagen sowie der anstossenden Liegenschaften waren eng in die kooperativ gestaltete Ausführungsplanung eingebunden. Projektierungs-, Bauleitungs- und Bauaufträge wurden im freien Wettbewerb vergeben.

Während der Realisierung nahm die VBG eine Doppelfunktion wahr: Als Systemerstellerin im Auftrag des Kantons Zürich war sie für die Umsetzung des Leistungsauftrags gemäss den Zielvorgaben (Quantität und Qualität der Leistung sowie der Kosten und Termine) verantwortlich. Als Objektbestellerin beschaffte die VBG die für die Realisierung erforderlichen Leistungen nach den Vorschriften des öffentlichen Beschaffungswesens. Die beauftragten Planer, Bau- und Bahntechnik-Unternehmungen erstellten ihrerseits die jeweils bestellten Leistungen im Rahmen der vereinbarten Qualität sowie der vereinbarten Kosten und Termine. Ein quartalsweises transparentes Reporting stellte das Controlling und somit das Projektmonitoring sicher.

Organisation
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PfeilOrganisation Gesamtprojekt in den drei Bauetappen