Kooperativer Projektierungsprozess

1997 lagen die Grundlagen und die strategischen Ziele vor, um die konkrete Planung der Glattalbahn in Angriff zu nehmen. Der Zürcher Verkehrsverbund ZVV hat das Projekt auf den 1. Januar 1998 aus der kantonalen Verwaltung ausgelagert und der VBG den Auftrag erteilt, die Projektierung an die Hand zu nehmen. Die VBG war fünf Jahre vorher als marktverantwortliches Unternehmen für den öffentlichen Nahverkehr in der Region Glattal ins Leben gerufen worden.

Projektübernahme durch VBG
(Bild VBG – Für Grossansicht aufs Bild klicken)
PfeilGrobverlauf der Stadtbahn Glattal

Als Aktiengesellschaft gehört die Gesellschaft zum grössten Teil den Gemeinden im Marktgebiet; der Kanton ist ebenfalls Aktionär. 1998 setzte sich der Verwaltungsrat der VBG aus zwei Ausschüssen zusammen, einem Ausschuss Verkehrsbetrieb und einem Ausschuss Stadtbahn Glattal. Der Verwaltungsratsausschuss Stadtbahn Glattal setzte sich aus den Stadt- und Gemeindepräsidenten der sechs Standortgemeinden sowie dem Direktor des ZVV zusammen. Die politischen Vertreter haben sich vorher als Behördenmitglieder bereits in den eigenen Gemeinden für die Idee der Glattalbahn eingesetzt.

Dies stellte sich im Nachhinein als wichtiger Faktor für den Erfolg des Glattalbahn-Projekts heraus. Generell ist die Glattalbahn das erfolgreiche Resultat eines kooperativ gestalteten Projektierungsprozesses. Standortstädte und -gemeinden, kantonale Stellen, Dritte wie die Schweizerischen Bundesbahnen SBB, der Flughafen Zürich sowie besonders betroffene Grundeigentümer waren in die Planung einbezogen. Ihre Anliegen und Wünsche wurden systematisch erfasst und so weit wie möglich bei der Entwicklung des Projekts berücksichtigt.