Unterstützung durch den Zürcher Regierungsrat

Beim Regierungsrat des Kantons Zürich fand die Idee eines zusätzlichen Mittelverteilers Unterstützung. Sie deckte sich weitgehend mit seinen übergeordneten siedlungs- und verkehrspolitischen Zielen. Diese basierten auf folgenden drei politischen Strategien:
a) Die weitere Siedlungsentwicklung in bereits intensiv genutzten Regionen wie dem
Mittleren Glattal soll durch das Verdichten von bestehenden Siedlungsgebieten erfolgen.
b) Neue öffentliche Verkehrssysteme oder -angebote – wie der sogenannte Mittelverteiler –
sollten das bestehende Verkehrsangebot erweitern und die angestrebte Siedlungsverdichtung verkehrstechnisch ermöglichen. c) Die neuen Verkehrsinfrastrukturen sollten zeit- und bedarfsgerecht bereitstehen.  Dies, um Leistungsengpässe zu vermeiden und der erwünschten Siedlungsentwicklung sogar Impulse zu verleihen.

Ein ausgewogenes Infrastrukturangebot beim öffentlichen und beim privaten Verkehr soll dafür sorgen, dass die Lebensqualität in den dichtgenutzten Agglomerationsgebieten erhalten bleibt und gefördert wird. Die Zielvorgaben wurden mit der Revision des kantonalen Richtplans durch den Kantonsrat im Jahre 1995 behördenverbindlich festgesetzt, über zwei Linienführungsvarianten wurde 1997 entschieden.

Richtplaneintrag: Richtplan 1997
(Bild Kanton Zürich – Für Grossansicht aufs Bild klicken)
PfeilAuszug kantonaler Richtplan 1997



Zentrumsgebiete

Im Richtplan 1995 des Kantons Zürich waren elf sogenannte «Zentrumsgebiete» definiert – Gebiete mit überdurchschnittlicher Dichte und gemischter Nutzung, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Sie umfassten bestehende oder zukünftige Siedlungsschwerpunkte von kantonaler Bedeutung.

Richtplaneintrag Zentrumsgebiete
(Bild VBG – Für Grossansicht aufs Bild klicken)
PfeilStandortstädte und -gemeinden mit Trassee und Zentrumsgebieten gemäss
dem Richtplan 1995

Ihre Entwicklung sollte gezielt nachhaltig erfolgen, unter besonderer Berücksichtigung der Landschaft, der Umwelt und der Lebensqualität. Im Glattal liegen drei solcher Zentrumsgebiete. Das Projekt des neuen Mittelverteilers bildete die zentrale Voraussetzung für ihre leistungsfähige innere Erschliessung. Die Bahn verknüpft die einzelnen Zentren und Quartiere der Region zur funktional zusammenhängenden «Netzstadt Glattal». Gleichzeitig bindet sie das Gebiet optimal in das übergeordnete Verkehrsnetz ein (S-Bahn, Bahnfernverkehr, Luftverkehr).