Gesamtprojekt

Drei Herausforderungen in einem Gesamtpaket lösen

Die Glattalbahn-Verlängerung, der Hochwasserschutz und die Velohauptverbindung bilden ein stimmiges Gesamtpaket, das der Kanton Zürich in einem gemeinsamen Projekt umsetzt: die Projekte und Bauabläufe werden optimal aufeinander abgestimmt und die Mittel zielgerichtet eingesetzt.

Finanzierung

Die grobe Kostenschätzung für das Gesamtpaket geht aktuell von rund 300 Millionen Franken aus:

  • Glattalbahn-Verlängerung: 180 Millionen Franken.
  • Hochwasserschutz: 70 Millionen Franken.
  • Velohauptverbindung: 50 Millionen Franken.

Für die Erarbeitung des gemeinsamen Vorprojekts hat der Zürcher Regierungsrat im November 2018 insgesamt 5,7 Millionen Franken bewilligt.

Gestützt auf das Vorprojekt sollen beim Regierungsrat 2020 weitere Mittel für die Entwicklung des Bauprojekts beantragt werden.

2021 will der Kanton Zürich das Gesamtpaket dem Bund zur Mitfinanzierung im Rahmen der Agglomerationsprogramme der vierten Generation einreichen.

Prognose Gesamt­terminplan

Das Vorprojekt soll bis Frühjahr 2020 abgeschlossen werden. Anschliessend wird die VBG beim Bund das Infrastrukturkonzessionsgesuch einreichen. Zu diesem Zeitpunkt ist ein zweiter kantonaler Planungskredit für die weiteren Projektierungsarbeiten zu erwirken. Sobald vorliegend kann in den Jahren 2020 / 2021 das Bauprojekt erstellt werden. Dieses dient als Grundlage für die Erarbeitung der kantonalen Kreditvorlage.

Der politische Prozess dauert in der Regel etwa 1 Jahr, im Falle einer Volksabstimmung bis zu 2 Jahre. Das Plangenehmigungsverfahren soll etwa ab 2022 laufen. Der Baustart ist ab dem Jahr 2025 terminiert.  Die Bauarbeiten werden ca. drei Jahre dauern. 

Auftraggeber und Organigramm

  • Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, vertreten durch den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) und das Amt für Verkehr (AFV).
  • Baudirektion des Kantons Zürich, vertreten durch das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) und das Tiefbauamt (TBA).

 

Gesamtprojektleitung:

Die VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG ist mit der Vorprojektierung der Glattalbahn-Verlängerung und der Gesamtkoordination aller Teilprojekte beauftragt.

„Kloten verbindet Menschen, Orte, Potentiale. Dieser Kernsatz unserer „Vision Kloten 2030“ kann mit der Verlängerung der Glattalbahn verwirklicht werden. Die Stadt Kloten richtet ihre Ortsplanung seit Jahren an der zukünftigen Linienführung der Glattalbahn aus. Mit dem CIRCLE entsteht am Flughafen ein neuer Stadtteil. Dieses riesige Arbeitsplatzgebiet muss mit den Wohngebieten verbunden werden, vorzugsweise mit dem öffentlichen Verkehr. Nur so kann der Zusatzverkehr bewältigt werden. Kloten bekennt sich vorbehaltlos zu diesem Verkehrsträger.“

 

René Huber, Stadtpräsident Kloten

Grafik aus der Vision Kloten 2030: Mit der Strategie 2030 will der Stadtrat Menschen, Orte und Potenziale in Kloten verbinden. Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist das Projekt Glattalbahn-Verlängerung Kloten. Mehr über die Stadtentwicklung Kloten: https://www.kloten.ch/bauenwohnen/10513

Stadtentwicklung Kloten

Die Wohnsituation in Kloten ist aufgrund des grossen Ungleichgewichts zwischen Arbeitsplätzen (40’000) und Einwohnern (20’000) sehr angespannt.

Aus diesem Grund verfolgt der Stadtrat Kloten schon seit einigen Jahren die Strategie, mit öffentlichem Verkehr gut erschlossene Orte zu verdichten, um damit neuen Wohnraum zu erstellen. Mit der Verdichtung der Gebäude wird aber auch in die Verbesserung der öffentlichen Räume (Stadtplatz, Stadtpark) investiert. Rückgrat dieser bereits eingesetzten Entwicklung ist die Glattalbahn. Mit der Glattalbahn gelangen die Einwohnerinnen und Einwohnern innert wenigen Minuten zum Flughafen, welcher für viele Klotenerinnen und Klotener Arbeitsplatz und ÖV-Drehscheibe darstellt. Auch der Circle wird damit als neues Klotener Quartier innert wenigen Minuten als Arbeits- und/oder Freizeitort erreichbar.

Parallel zu der Planung des Gesamtpakets wird aktuell das heutige Gewerbegebiet „Steinacker“ geplant. Dieses Entwicklungsgebiet soll sich mit dem Bau der Glattalbahn in ein attraktives Mischgebiet transformieren und für 4’000 bis 6’000 Einwohner Wohnraum bieten sowie die Zahl an Arbeitsplätzen verdoppeln.