Grabungen in Kloten

Diesen Frühling wurden am Flughafen Zürich Kernbohrungen für das Viadukt durchgeführt. Sie liefern Aufschluss über die Beschaffenheit und Tragfähigkeit des Untergrundes – für ein stabiles Brückenfundament.

Für die Arbeiten der Verlängerung der Glattalbahn geht es buchstäblich in die Tiefe: Auf dem Parkplatz P16 des Flughafens Zürich wurden kürzlich von der Firma Geocontrol eine Kernbohrung durchgeführt, um den Bau des künftigen Viadukts vorzubereiten. Eine weitere Kernbohrung ist auf der anderen Seite der Autobahn vorgesehen.

Tief in den Untergrund – Sicherheit geht vor!
Unterhalb des Flughafens schlummern verschiedene Gesteinsschichten, jede mit unterschiedlichen Eigenschaften. Um die Stabilität des Viadukts sicherzustellen, sind die Ingenieure auf verlässliche Daten über den Schichtaufbau des Untergrundes angewiesen. Deshalb wurde an den Stellen, wo später die Brückenpfeiler stehen werden, bis zu einer Tiefe von 60 Metern gebohrt.

Das Bohrgerät bohrt sich bis in eine Tiefe von 60 Metern.

Das Bohrgerät bohrt sich bis in eine Tiefe von 60 Metern.

Was passiert mit den Bohrkernen?
Die gewonnenen Bohrkerne werden nun von Geologen genau unter die Lupe genommen. Dabei geht es um die Beschaffenheit und Tragfähigkeit des Untergrunds – essenzielle Informationen, um die Anforderungen an die Pfahlfundation des Brückenpfeilers festzulegen. Ziel der Untersuchung ist es, die Fundation zu optimieren. So dass einerseits das Viadukt stabil steht und andererseits der Ressourceneinsatz optimiert werden kann. Je nachdem müssen die Pfahllängen dem geologischen Untergrund angepasst werden. Schliesslich soll das Viadukt nicht nur stabil, sondern auch dauerhaft sicher stehen.

Geologen untersuchen in den kommenden Wochen die Bohrkerne auf ihre Beschaffenheit.

Geologen untersuchen in den kommenden Wochen die Bohrkerne auf ihre Beschaffenheit.

Warum so tief?
Die Tiefenbohrungen sind nötig, weil der Bau des Viadukts auf tragfähigem Boden erfolgen muss. Bei einem Bauwerk dieser Grössenordnung ist es entscheidend, die Untergrundverhältnisse bis in grosse Tiefen zu kennen. So können Setzungen und potenzielle Risiken schon im Vorfeld ausgeschlossen werden.

Die Grafik zeigt die verschiedenen Gesteinsschichten und geplanten Pfahllängen der Fundamente der beiden Brückenpfeiler P6 und P7.

Die Grafik zeigt die verschiedenen Gesteinsschichten und geplanten Pfahllängen der Fundamente der beiden Brückenpfeiler P6 und P7.

Auf dem Weg zur sicheren Brücke
Mit den geologischen Untersuchungen auf dem P16 Parkplatz ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Glattalbahn-Verlängerung erfolgt. Die Ergebnisse der Bohrungen werden in den kommenden Wochen ausgewertet und fliessen direkt in die weitere Bauplanung ein.