Glattalbahn

Die Erfolgsgeschichte um 3,5 km verlängern

Weiterführen, was sich bewährt hat und damit Antworten liefern auf das Bevölkerungswachstum und die Verkehrszunahme im Glattal – das ist die Idee der Glattalbahn-Verlängerung.

Die Bevölkerung im Kanton Zürich wird gemäss der Prognose des Statistischen Amtes (Stand Mai 2019) bis 2030 um 190’000 Personen wachsen. Der Kantonale Richtplan sieht vor, dass sich mindestens 80% dieses Wachstums auf Stadtlandschaften wie das Glattal konzentrieren.

Verkehrsströme und Bevölkerungswachstum bewältigen

Die Verlängerung der Glattalbahn vom Flughafen Zürich nach Kloten ist nötig, um das Bevölkerungswachstum und die weiter zunehmenden Verkehrsströme in diesem Ballungsraum zu bewältigen. Sie verbessert markant die Erschliessung des dicht besiedelten Klotener Stadtzentrums durch den öffentlichen Verkehr: Es entsteht eine leistungsfähige Verbindung aus und in Richtung Flughafen, einem der meist frequentierten und besterschlossenen Orte der Schweiz.

Leistungsfähige Verbindung aus und in Richtung Flughafen

Grossprojekte in der Flughafenregion – wie beispielsweise das neu entstehende Wirtschaftscenter «The Circle» – schaffen Tausende von zusätzlichen Arbeitsplätzen und damit verbunden zusätzliche Pendlerströme.

In den ersten Jahren wird die Glattalbahn im 15-Minuten-Takt verkehren. Später kann der Takt entsprechend dem Passagierwachstum verdichtet werden.

Der neue Streckenabschnitt verfügt über eine Kapazität von 880 Fahrgästen pro Stunde. Mit der Glattalbahn-Verlängerung wird der Flughafen mit Entwicklungsgebieten in Kloten verbunden.

«Das Glattal mit der Flughafenregion erlebt seit Jahren ein dynamisches Wachstum. Eine gute Verkehrsinfrastruktur ist deshalb für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Weiterentwicklung der Region und des Grossraums Zürich von entscheidender Bedeutung. Es gilt neue Räume als attraktive Wohn- und Arbeitsorte zu erschliessen und so den Pendlerverkehr zu entlasten.»

 

Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh, Volkswirtschaftsdirektorin

Individualverkehr entlasten

Als Teil des Gesamtverkehrskonzepts trägt die Glattalbahn-Verlängerung zur Lösung der Verkehrsprobleme bei. Von einer besseren Erschliessung der dicht besiedelten Flughafenregion durch den öffentlichen Verkehr profitiert auch der Individualverkehr.

Anschluss für das Steinackergebiet

Der Stadtrat von Kloten fordert die Glattalbahn-Verlängerung Kloten schon seit langem. Die Glattalbahn erschliesst auch das Steinackergebiet, das für die weitere Entwicklung der Stadt Kloten als attraktiver Wohn- und Arbeitsort zentral ist.

Verlängerung nach Kloten

Die geplante Verlängerung der Glattalbahn setzt an der heutigen Endhaltestelle Flughafen Fracht an. Sie überquert auf einer Brücke die Autobahn A51 und anschliessend ebenerdig die Obstgartenstrasse. Danach folgt die Linienführung dem Altbach in Richtung Stadthaus und Industriestrasse. Sie führt weiter in die Steinackerstrasse und endet nach sechs Haltestellen an der Wendeschlaufe im «Grindel» an der Stadtgrenze zu Bassersdorf.

Der Baustart ist ab dem Jahr 2025 terminiert.  Die Bauarbeiten werden ca. drei Jahre dauern. 

«Die Bevölkerung im Glattal wächst und auch die Anzahl der Arbeitsstellen nimmt zu. Nur mit dem öffentlichen Verkehr kann das erwartete Verkehrsaufkommen nachhaltig bewältigt werden. Deshalb braucht es die Verlängerung der Glattalbahn. Zusammen mit dem Ausbau der Fuss- und Velowege bietet sie eine umweltfreundliche und zuverlässige Mobilitätslösung.»

 

Franz Kagerbauer, Direktor Zürcher Verkehrsverbund

Glattalbahn 1. Etappe – ein Rückblick

Rund zwanzig Jahre liegen zwischen den ersten Ideen zur Glattalbahn und der Inbetriebnahme der ersten Etappe am 12. Dezember 2010. Wie die Vision der Glattalbahn zur Realität wurde, lässt sich im Archiv nachvollziehen. Zahlreiche Fakten und Materialien zur Planung und zum Bau der Glattalbahn stehen dort allen Interessierten zur Verfügung.

Meilensteine des Glattalbahn-Projekts

  • 1990 Diskussion erster Ideen in den Glattalstädten und -gemeinden
  • 1995 Trasseefestsetzung im kantonalen Richtplan
  • 1998 Übernahme der Gesamtprojektleitung durch die VBG
  • 1999 Abschluss des Vorprojekts Einreichung des Infrastruktur-Konzessionsgesuchs
  • 2001 Erteilung der Infrastrukturkonzession durch den Bundesrat bis 2050 Abschluss des Bauprojekts
  • 2003 Annahme der Kreditvorlage durch die Stimmberechtigten des Kantons Zürich
  • 2004 Erteilung der Plangenehmigung durch das Bundesamt für Verkehr
    Spatenstich zum Bau der ersten Etappe Messe/Hallenstadion – Auzelg
  • 2006 Spatenstich zum Bau der zweiten Etappe Glattpark – Flughafen Fracht Dezember: Inbetriebnahme der ersten Etappe, Verlängerung VBZ-Tramlinie 11 nach Auzelg
  • 2008 Spatenstich zum Bau der dritten Etappe Auzelg – Bahnhof Stettbach
    Dezember: Inbetriebnahme der zweiten Etappe, Eröffnung Glattalbahn-Linie 10 Zürich HB – Flughafen Fracht
  • 2010 Dezember: Inbetriebnahme der dritten Etappe, Eröffnung Glattalbahn-Linie 12 Bahnhof Stettbach – Flughafen Fracht

Gesamtprojekt

Erfahren Sie mehr zu der Linienführung der verschiedenen Teilprojekte.

Facts & Figures

Beeindruckende Kennzahlen rund um das Gesamtprojekt.

Velo- & Fussweg ausbauen

Der Ausbau der Velohauptverbindung leistet einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Verkehrssystems