Umwelt & Nachhaltigkeit

Das Gesamtprojekt Glattalbahn-Verlängerung Kloten wird nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) geplant und umgesetzt. Mit einem Erfüllungsgrad von über 90 Prozent der relevanten Kriterien berücksichtigt es ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte gleichermassen. Die Massnahmen reichen von ökologischen Aufwertungen von Gewässern und Grünräumen über mehr Bäume im Stadtraum Kloten bis zur Förderung des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs im Kanton Zürich.

Nachhaltigkeit in Zahlen

  • 90+ % Erfüllungsgrad nach Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz
  • 42’500 m2 ökologisch aufgewertete Fläche (~ sechs Fussballfelder)
  • Nahezu verdoppelter Baumbestand im Projektperimeter in Kloten

Nachhaltigkeit wird im Projekt Glattalbahn-Verlängerung Kloten nicht isoliert betrachtet, sondern über alle Projektphasen hinweg mitgedacht. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie ökologische Aufwertungen, mehr Bäume im Stadtraum, naturnahe Gewässerräume sowie Massnahmen für den Langsamverkehr konkret umgesetzt werden.

Mehr Bäume in Kloten

Gezeichnetes Zierbild: verschiedene, grosse und kleine Bäume auf blauem Hintergrund

Bäume sind Schattenspender und wichtige Sauerstoffproduzenten, sie bieten Kühlung und einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Nach Bauabschluss wird sich der Baumbestand im Projektperimeter in Kloten nahezu verdoppelt haben. Dies trägt zur Förderung der Biodiversität und zur langfristigen CO2-Speicherung bei.

Wie sieht es nach Bauabschluss der Glattalbahn-Verlängerung am Flughafen, im Stadtzentrum von Kloten und im Steinacker-Quartier aus? Klicken Sie sich entlang der Tramgleise der Glattalbahn-Verlängerung von West nach Ost und entdecken Sie die geplanten Grünflächen mit Bäumen und dem begrünten Tramtrassee. Die dargestellten Baumstandorte sowie die vorgesehenen Baumarten beruhen auf den verbindlichen Festlegungen des Auflageprojekts.

Hinweis: Die geplanten Aufwertungsmassnahmen am Bedenseebach und am Altbach im Gebiet Oberfeld sind auf diesem Plan nicht ersichtlich. Weitere Informationen dazu gibt das Video «Warum wird in Kloten der Altbach verändert und in die Natur eingegriffen?».

Eingefärbtes Satellitenfoto aus dem Gestaltungsplan aus der öffentlichen Auflage des Projekts. Die Projektelemente sind farblich hervorgehoben und zeigen Wiesen, Blumentrassee der Glattalbahn und die Bäume, die vom Projekt gepflanzt werden. Dieses Bild zeigt von links nach rechts den Abschnitt von der neuen Wendeschlaufe (für die Linie 10) am Flughafenkopf, direkt unter den Parkhaus-Ausfahrten, bis zum Beginn des neuen Viadukts.

Eingefärbtes Satellitenfoto aus dem Gestaltungsplan aus der öffentlichen Auflage des Projekts. Die Projektelemente sind farblich hervorgehoben und zeigen Wiesen, Blumentrassee der Glattalbahn und die Bäume, die vom Projekt gepflanzt werden. Dieses Bild zeigt von links nach rechts den Abschnitt vom neuen Viadukt über die Autobahn A51 bis zur neuen Haltestelle Obstgartenstrasse. Zwischen Viadukt und Haltestelle befindet sich die neue Fischtreppe. Die Bäume sind in unterschiedlichen Grüntönen gehalten, symbolisieren damit deren Vielfält. Ganz links im Bild ist die jetzige Wendeschlaufe als grüne Wiese dargestellt, da sie, weil nicht mehr benötigt, durch das Projekt zurückgebaut wird. Der blau eingefärbte Altbach mäandriert. Rechts im Bild ist die Losgrenze zwischen den Losen 1 und 2 markiert.

Eingefärbtes Satellitenfoto aus dem Gestaltungsplan aus der öffentlichen Auflage des Projekts. Die Projektelemente sind farblich hervorgehoben und zeigen Wiesen, Blumentrassee der Glattalbahn und die Bäume, die vom Projekt gepflanzt werden. Dieses Bild zeigt von links nach rechts den Abschnitt von der Obstgartenstrase bis zur Petergasse. Beim Stadtpark wird der blau eingefärbte Bachraum des Altbach breiter. Die Verschiedenfarbigkeit der gezeichneten Bäume repräsentiert die Vielfalt der neuen Baumwelt im Stadtzentrum von Kloten. Beim Stadtpark sind drei auffällige Baumreihe eingezeichnet mit je 6 Bäumen in gerader Reihe. Der blau eingefärbte Altbach mäandriert.

Eingefärbtes Satellitenfoto aus dem Gestaltungsplan aus der öffentlichen Auflage des Projekts. Die Projektelemente sind farblich hervorgehoben und zeigen Wiesen, Blumentrassee der Glattalbahn und die Bäume, die vom Projekt gepflanzt werden. Dieses Bild zeigt von links nach rechts den Abschnitt von der Petergasse (nicht mehr im Bild) bis zur Abzweigung Industriestrasse/Steinackerstrasse. Hier fällt auf, dass der Veloweg und Fussgängerweg nördlich des Altbachs und somit getrennt vom neuen Bahntrasse, südlich des Altbachs, in der Industriestrasse geführt werden. Zahlreiche Bäume in unterschiedlichen Farben und Grösse repräsentieren die vom Projekt-Gestaltungsplan vorgesehehen Vielfalt. Der blau eingefärbte Altbach mäandriert.

Eingefärbtes Satellitenfoto aus dem Gestaltungsplan aus der öffentlichen Auflage des Projekts. Die Projektelemente sind farblich hervorgehoben und zeigen Wiesen, Blumentrassee der Glattalbahn und die Bäume, die vom Projekt gepflanzt werden. Dieses Bild zeigt von links nach rechts den Abschnitt von der Abzweigung Industriestrasse/Steinackerstrasse bis zur neuen Haltestelle Steinacker. Hier fallen die Baumreihen in den Stichstrasse nördlich und südlich der Steinackerstrasse auf: jeweils zwei bis vier Baumreihen, welche als «Sprossen» bezeichnet werden. Das Blumentrasse der Glattalbahn befindet sich hier in der Mitte der Steinackerstrasse, die Fahrspuren für den Strassenverkehr befinden sich nördlich und südlich des Bahntrasses. Zahlreiche Bäume in unterschiedlichen Farben und Grösse repräsentieren die vom Projekt-Gestaltungsplan vorgesehehen Vielfalt.

Eingefärbtes Satellitenfoto aus dem Gestaltungsplan aus der öffentlichen Auflage des Projekts. Die Projektelemente sind farblich hervorgehoben und zeigen Wiesen, Blumentrassee der Glattalbahn und die Bäume, die vom Projekt gepflanzt werden. Dieses Bild zeigt einen Abschnitt in der Steinackerstrasse mit der neuen Stichstrasse zur Bassersdorferstrasse, in der Nähe der jetzigen Bushaltestelle Oberfeld. Hier fallen die Baumreihen in den Stichstrasse nördlich und südlich der Steinackerstrasse auf: jeweils zwei bis drei Baumreihen, welche als «Sprossen» bezeichnet werden. Das Blumentrasse der Glattalbahn befindet sich hier in der Mitte der Steinackerstrasse, die Fahrspuren für den Strassenverkehr befinden sich nördlich und südlich des Bahntrasses. Zahlreiche Bäume in unterschiedlichen Farben und Grösse repräsentieren die vom Projekt-Gestaltungsplan vorgesehehen Vielfalt.

Eingefärbtes Satellitenfoto aus dem Gestaltungsplan aus der öffentlichen Auflage des Projekts. Die Projektelemente sind farblich hervorgehoben und zeigen Wiesen, Blumentrassee der Glattalbahn und die Bäume, die vom Projekt gepflanzt werden. Dieses Bild zeigt von links nach rechts den Abschnitt von der Haltestelle Oberfeld bis und mit Wendeschlaufe bei der Grubenstrasse. Hier fallen die Baumreihen in den Stichstrasse nördlich und südlich der Steinackerstrasse auf: jeweils eine bis drei Baumreihen, welche als «Sprossen» bezeichnet werden. Das Blumentrasse der Glattalbahn befindet sich hier in der Mitte der Steinackerstrasse, die Fahrspuren für den Strassenverkehr befinden sich nördlich und südlich des Bahntrasses. Zahlreiche Bäume in unterschiedlichen Farben und Grösse repräsentieren die vom Projekt-Gestaltungsplan vorgesehehen Vielfalt.

Begrüntes Tramtrassee

Gezeichnetes Zierbild mit Tramschienen und Blumen auf Magerwiese als Symbol für Blumentrassee der Glattalbahn auf grünem Hintergrund

Zwei Drittel der Gesamtstrecke der Glattalbahn-Verlängerung bepflanzt die VBG mit einem blühenden Magerwiesentrassee. Dieses bietet ein Ökosystem für unterschiedliche Arten, ist lärmmindernd und wirkt im Sommer in der heissen städtischen Umgebung kühlend. Dieser «Blumenteppich für Kloten» wirkt dem Hitzeinseleffekt entgegen.

Artenvielfalt ermöglichen

Gezeichnetes Zierbild als Symbol für mehr Lebensraum und Artenvielfalt mit Vogel, Libelle, Grashüpfer, Frosch, Blume, Bach und Fisch auf blauem Hintergrund

Altbach und Bedenseebach werden durch das Projekt ökologisch aufgewertet. Das Projekt erhöht die Strömungs- und Strukturvielfalt am Altbach und am Bedenseebach sowie die Anzahl Bäume in Kloten markant. Es entstehen wertvolle Lebensräume für zahlreiche, verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Eine Gesamtfläche von 42’500 m2 wird ökologisch aufgewertet, das entspricht rund sechs Fussballfeldern und schafft so einen neuen Lebensraum für die Natur im Herzen von Kloten.

Aufenthaltsqualität erhöhen

Gezeichnetes Zierbild zeigt Naherholungsraum mit Schmetterling, Zauneidechse, mäandrierendem Bach, Schilf und Sträuchern auf blauem Hintergrund

Neu geschaffene, naturnahe Naherholungsräume und Begegnungszonen werden die Aufenthaltsqualität steigern. Dafür wird ein übergeordneter Masterplan ausgearbeitet.

Förderung des Langsamverkehrs

Der Ausbau des Altbachwegs zur neuen Velohauptverbindung vom Flughafen Zürich bis zur Gemeindegrenze Kloten-Bassersdorf leistet einen wertvollen Beitrag zur Förderung des Langsamverkehrs im Kanton Zürich.

Synergien im Projekt nutzen

Der Projektperimeter befindet sich in städtischem Gebiet mit beschränkten Platzverhältnissen, bestehenden und aufrechtzuerhaltenden Verkehrsbeziehungen sowie zu berücksichtigenden, privaten Eigentumsverhältnissen. Vorhandenen Synergien werden durch eine projektübergreifende Organisation in allen Nachhaltigkeitsbereichen vollumfänglich genutzt. Dafür werden parallel laufende Teilprojekte geplant und Dritte einbezogen: Tramlinie, Hochwasserschutz, Velohauptverbindung und die Erneuerung bestehender Werkleitungen.

Nachhaltigkeit ist messbar

Um die Nachhaltigkeit des Projekts Glattalbahn-Verlängerung Kloten sachlich zu bewerten, wurde 2023 der Standard für Nachhaltiges Bauen Schweiz 1.0 Infrastruktur (SNBS) als Bewertungsinstrument verwendet. Der Standard fasst verschiedene wichtige Aspekte aus den drei Nachhaltigkeitsbereichen Gesellschaft, Wirtschaftlichkeit und Umwelt sowie aus übergreifenden, transversalen Themen zusammen. Ein Projekt gilt als nachhaltig, wenn es einen Gesamterfüllungsgrad von mindestens 60 % erreicht. Bei der Glattalbahn-Verlängerung Kloten werden über 90 % der vorgegebenen Kriterien erfüllt. Die Glattalbahn-Verlängerung Kloten kann dementsprechend als nachhaltiges Gesamtprojekt bezeichnet werden. Es leistet eine langfristige Investition in Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft.

Die Grafik mit dem Titel «Nachhaltig Bauen» beschreibt, wann eine Infrastruktur als nachhaltig gilt. Sie enthält farblich codierte Themenfelder in einer Matrix mit Symbolen, Überschriften und kurzen Beschreibungen.
Zentrales Prinzip – Transversale Themen (grau):
Ein Infrastrukturprojekt ist nachhaltig, wenn der Bewertungsrahmen klar definiert ist, Synergien und Zielkonflikte früh erkannt sowie Potenziale und andere Projekte mitberücksichtigt werden.
Thematische Kriterien für nachhaltige Infrastruktur:
(rot eingefärbt)
– Raumentwicklung und Siedlung: Förderung der Lebensqualität und lokaler Entwicklung durch Abstimmung mit Raumplanungszielen.
– Gemeinschaft: Frühzeitige Einbindung der Gesellschaft und solidarische Verteilung von Kosten, Nutzen und Risiken.
– Gesundheit und Sicherheit: Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Menschen.
(blau eingefärbt)
– Betriebswirtschaft: Lebenszyklusoptimierte, flexible Nutzung der Infrastruktur.
– Volkswirtschaft: Stärkung der lokalen und regionalen Wirtschaft durch Nutzung vorhandener Strukturen.
– Finanzierung: Gesicherte, langfristige Finanzierung inklusive aller Lebenszyklusrisiken.
(grün eingefärbt)
– Rohstoffe, Energie und Boden: Ressourcenschonende Errichtung und Nutzung, Einsatz erneuerbarer Energien.
– Natur und Umwelt: Schutz von Klima, Landschaft und Biodiversität, Minimierung von Emissionen.
– Gefahrenprävention: Minimierung von Naturgefahren und Störfällen durch Standortwahl, Bauweise und Betrieb.
Bildquelle: SNBS (Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz)

Häufige Fragen zum Thema

Wie wird der Altbach in Kloten nach Bauabschluss aussehen?

Der Altbach in Kloten gilt heute über weite Strecken als naturfremd und künstlich. Damit teilt er das Schicksal zahlreicher Bäche und Flüsse in der Schweiz: Sie wurden zu eintönigen Kanälen mit geringem ökologischem Nutzen. Dieses Video zeigt, wie das Projekt Glattalbahn-Verlängerung Kloten den Altbach ökologisch stark aufwertet und deutlich naturnaher gestaltet. Dabei entstehen erst noch Erholungsräume mit direktem Zugang zum Wasser.

Gibt es mehr Platz für Insekten, Vögel und andere Tiere entlang des Altbachs?

Der Altbach ist im heutigen Zustand ein ökologisch stark verarmter Lebensraum. Aufgrund des unterirdischen Entlastungsstollens kann der Altbach stellenweise aufgeweitet und naturnaher gestaltet werden, damit neue Lebensräume für Heuschrecken, Schmetterlinge, Libellen und Zauneidechsen entstehen, die heute entlang des Altbachs nicht oder nur vereinzelt vorkommen. Der Bedenseebach wird zudem umgelegt und verläuft wieder mehrheitlich an der Oberfläche, damit sich Tiere und Pflanzen ansiedeln können. So entstehen auf rund 42’500 Quadratmeter Fläche entlang der beiden Bäche zusätzliche Lebensräume für Flora und Fauna.

Warum wird der Altbach verändert und in die Natur eingegriffen?

Mit den Massnahmen zum Hochwasserschutz entlang des Altbachs und des Bedenseebachs wird die Chance für eine umfangreiche, ökologische Aufwertungen genutzt. Obwohl der Altbach im heutigen Zustand grün wirkt, ist er wegen seiner geradlinigen monotonen Führung und den fest verbauten Ufern für Flora und Fauna kein besonders wertvoller Lebensraum. Dasselbe gilt für den Bedenseebach, der ab dem Stadtrand heute mehrheitlich unterirdisch verläuft. Mit dem Gesamtprojekt soll der Bedenseebach künftig grösstenteils freigelegt und zusammen mit dem Altbach ökologisch aufgewertet werden. Insgesamt entstehen auf rund 42’500 Quadratmeter Fläche entlang der beiden Bäche zusätzliche, naturnahe Lebensräume für zahlreiche verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Für die Bevölkerung entstehen im Stadtzentrum entlang des Altbachufers neue Aufenthaltsorte am Wasser.