Hochwasserschutz

Menschen und Infrastruktur schützen

Die Stadt Kloten und der Flughafen Zürich weisen eines der grössten Hochwasserrisiken im Kanton Zürich auf. Hier liegen bedeutende und leistungsfähige Infrastrukturen auf engem Raum. Entsprechend hoch sind die Kosten bei einem Schadensereignis.

 

Die Gleise der Glattalbahn sollen über 1,2 Kilometer Strecken parallel zum Altbach verlaufen, der mitten durch Kloten und unter dem Flughafen hindurchfliesst. Tritt der Altbach bei einem Hochwasser über die Ufer, überschwemmt er Teile der Stadt Kloten und des Flughafens.

Es drohen Schäden von über 100 Millionen Franken in Kloten und von über einer Milliarde Franken am Flughafen – die Kosten von Betriebsunterbrüchen nicht eingerechnet.

Deshalb will der Kanton zusammen mit der Glattalbahn-Verlängerung den Hochwasserschutz verbessern und gleichzeitig die Chance nutzen, den Altbach aufzuwerten.

«Die neuralgische Infrastruktur und die Menschen in der Flughafenregion gilt es rechtzeitig vor immensen materiellen und volkswirtschaftlichen Schäden durch Hochwasser zu schützen. Das Gesamtpaket der Glattalbahn-Verlängerung Kloten mit seinen Teilprojekten ist daher sinnvoll und wichtig. Dass daraus auch ein ökologischer Mehrwert am Altbach resultiert, freut mich natürlich besonders.»

 

Regierungsrat Martin Neukom, Baudirektor

Altbach und Stadtzentrum aufwerten

Geplant ist ein unterirdischer Hochwasserentlastungskanal (ein sogenannter Bypass) parallel zum Altbach. Dank dem Kanal tritt der Altbach auch bei einem extremen Hochwasser nicht mehr über die Ufer, Schäden sind kaum mehr zu befürchten. Da das Hochwasser unterirdisch abgeführt wird, kann auf einen massiven Ausbau des Altbachs selbst verzichtet werden. Dies ermöglicht es, den Altbach im Stadtzentrum von Kloten naturnäher zu gestalten. Es soll ein attraktiver Grünraum entstehen, der für die Bevölkerung eine höhere Aufenthaltsqualität schafft.

«Dank dem unterirdischen Entlastungsstollen erfordert der Hochwasserschutz keinen massiven Eingriff in den Stadtraum. Im Gegenteil: Der Altbach wird für die Menschen besser zugänglich und erlebbar.»

 

Christoph Zemp, Chef Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL)